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Eine optische Revolution

Auf der ganzen Welt gibt es nur rund zwanzig Werke von Jan van Eyck, einem Meister der altniederländischen Malerei, die erhalten geblieben sind. Es ist sehr außergewöhnlich, dass gut die Hälfte dieser Werke 2020 in die Ausstellung „Van Eyck. Eine optische Revolution“ in das Museum der Schönen Künste (MSK) nach Gent kommt. Es wird ein Kraftakt der besonderen Art sein, der die Welt von van Eyck und seine revolutionäre Sicht zum Greifen nahe bringen wird.

Nie so viel van Eyck zusammengebracht

“Van Eyck. Eine optische Revolution” bringt mehr Werke des flämischen Meisters zusammen, als je zuvor an einem Ort hängengeblieben ist. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Außentafeln von „Die Anbetung des Lamm Gottes“. Diese wurden vom Königlichen Institut für das Kunsterbe von 2012 bis 2016 im MSK restauriert und werden, was sehr außergewöhnlich ist, im Jahr 2020 wieder in das Museum zurückkehren.

Die 8 Tafeln wurden noch nie in einer Ausstellung gezeigt. Außerdem werden sie zum ersten Mal in der Geschichte mit anderen Werken von Jan van Eyck und seinem Atelier zusammengebracht.

Zur Konkretisierung der optischen Revolution van Eycks werden seine Gemälde neben den Werken seiner begabtesten Zeitgenossen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gezeigt. „Van Eyck. Eine optische Revolution“ wird zweifellos ein Jahrhunderterlebnis während des Van-Eyck-Themenjahrs 2020 in Gent sein.

Der Höhepunkt der spätmittelalterlichen Kunst

Van Eyck überragte seine Zeitgenossen und entfesselte mit seiner Kunst eine optische Revolution. Mit seiner unvergleichlichen Technik, seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen und seiner Beobachtungsgabe schuf er in der Ölmalerei eine bis dahin unbekannte neue Qualität und er war richtungsweisend für die Malerei des Westens. Noch nie zuvor hat ein Maler die Realität so konkret dargestellt: Porträts, bei denen man fast glaubt, den Atemzug zu spüren und Landschaften, die die Welt in ihrem Facettenreichtum zeigen. Van Eyck präzisiert die kleinsten Details und schafft gleichzeitig unvergessliche Panoramen.

All diese Elemente vereinen sich in seinem Meisterwerk „Die Anbetung des Lamm Gottes“ (1432, St.-Bavo-Kathedrale in Gent). Mittelpunkt der Ausstellung stellt die vom Königlichen Institut für das Kunsterbe (KIK) durchgeführte und im Jahr 2012 im MSK begonnene Restaurierung der Außentafeln von „Die Anbetung des Lamm Gottes“ dar. Die Besucher werden das spektakuläre Ergebnis aus nächster Nähe bestaunen können.

Im Gespräch mit Van Eycks Zeitgenossen

Zur Konkretisierung der optischen Revolution von Van Eyck werden seine Gemälde neben den Werken seiner begabtesten Zeitgenossen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gezeigt. Auch sie bewegten sich in den höchsten Kreisen und erhielten prestigeträchtige Aufträge. Die Ausstellung beleuchtet die künstlerischen Berührungspunkte und Unterschiede. Auf diese Weise gehen wir näher auf den historischen Kontext ein, in dem diese Kunstwerke entstanden sind.

„Van Eyck. Eine optische Revolution“ deckt die Mythen über den Künstler auf und stellt seine Technik, sein Werk und seinen Einfluss in ein neues Licht. Ziel der Ausstellung ist es, den Besuchern ein Staunen zu entlocken, das dem seiner Zeitgenossen ähnelt, als sie seine Kunst zum ersten Mal sahen: ein Jahrhunderterlebnis.

Einen Zipfel des Schleiers …

Die Ausstellung bringt etwa 80 spätmittelalterliche Werke nach Gent. Malerei, Miniaturkunst, Skulpturen und Zeichnungen werden nebeneinander platziert, um die mittelalterliche Welt von Van Eyck zum Leben zu erwecken. Dazu arbeitet die MSK mit (inter) nationalen Partnern zusammen. Wir heben den Schleier bereits mit einigen auffälligen Darlehen hervor. Behalten Sie in den kommenden Monaten die Website im Auge, um mehr Neuigkeiten zu erfahren!

Organisation und Partner

Diese Ausstellung wird durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Gent, dem Kirchenvorstand der St.-Bavo-Kathedrale, Tourismus Flandern, der Flämischen Gemeinschaft – Sektion Kultur, Jugend & Medien, der Fachgruppe Kunst UGent, dem Henri Pirenne Institut für Mittelalterstudien der UGent und dem Königlichen Institut für das Kunsterbe (KIK-IRPA) ermöglicht.

Wissenschaftlicher Ausschuss
Till-Holger Borchert (Directeur Stedelijke Musea Brugge)
Jan Dumolyn (UGent)
Maximiliaan Martens (UGent)

Projektmanagement
Johan De Smet

Ausstellungskoordination
Frederica Van Dam
Matthias Depoorter